29Jun

Berufsausbildung im Cap-Markt: Mit Fleiß und Büffeln zum Verkäufer

„Ich möchte Kunden beraten und Verkäufer werden.“ Diesen Berufswunsch hat Felix Senftner schon lange. Bereits als Schüler strebte er dieses Ziel an. Seine Beharrlichkeit, sein großer Einsatz und ein Ausbildungsplatz im Cap-Markt der OSNA-Integ im Stadtteil Glane (Bad Iburg) machten es möglich. Der 19-Jährige steht inzwischen kurz vor den Abschlussprüfungen zum Verkäufer im Einzelhandel. Nach den Sommerferien geht das Lernen weiter.

„Auf unseren Kollegen Felix Senftner ist Verlass“, sagt Anika Temmelmann, stellvertretende Marktleiterin und Ansprechpartnerin für die Auszubildenden. Auch Marktleiter Ulrich Schepers weiß, dass er mit seinem Auszubildenden die richtige Wahl getroffen hat. Der zukünftige Verkäufer kennt sich in allen Marktbereichen aus. Ob im Lager, im Verkauf oder an der Kasse – mit Felix Senftner klappt die Zusammenarbeit.

Zielstrebig steuerte der junge Mann schon während seiner Schulzeit in einer integrativen Hauptschule diesen Beruf an: „Ich habe viel geübt, besonders im Rechnen“, erinnert er sich. Das Büffeln hatte Erfolg. In der Integrationsklasse wurde er Bester. Ohne Probleme nahm er am Regelunterricht teil und macht seinen Hauptschulabschluss. Über den Integrationsfachdienst kam er schließlich zum Cap-Markt und dadurch an die richtige Ausbildungsadresse für seinen Traumberuf.

Vier Monate lang absolvierte Felix Senftner ein freiwilliges Praktikum. Während dieser Zeit half er einmal in der Woche im Cap-Markt und lernte schon vor Ausbildungsbeginn die Marktleitung, Kollegen und die Arbeit kennen. Zwei Jahre dieser Ausbildung sind fast vorüber. Jetzt übt der Auszubildende für die mündliche und schriftliche Prüfung zum Verkäufer im Einzelhandel. Dabei und schon während seiner Berufsschulzeit wird er von den Lehrern des Integrationsfachdienstes unterstützt. Mit den Zensuren sind der Auszubildende und der Marktleiter zufrieden. Deshalb sehen beide der bevorstehenden Prüfung halbwegs entspannt entgegen.

Danach geht es weiter nach oben auf der Karriereleiter. Felix Senftner hängt noch ein Jahr an und macht die Zusatzausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel. Wenn alles gut läuft, hat er im nächsten Jahr seinen Abschluss in der Tasche. Natürlich bleibt er vorläufig dem Cap-Markt erhalten, denn auf qualifizierte Mitarbeiter, besonders solche, die wie Felix so strebsam und engagiert sind, möchte Ulrich Schepers nicht verzichten. (62|2012)

Autorin: Susanne Wolff, Heilpädagogische Hilfe Osnabrück, Leitung Marketing, Kommunikation, Fundraising

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29. Juni 2012 // Praxis und Konzepte