09Jul

Integrations-Statistik 2013 für Niedersachsen und Bremen

Die Agentur für Arbeit Hannover der Bundesagentur für Arbeit hat für das Jahr 2013 die aktuelle Integrations-Statistik der Beschäftigung und Übergänge von Menschen mit Behinderung aus WfbM auf allgemeinen Arbeitsmarkt vorgelegt.

Danach wurden in Niedersachsen am Stichtag 31.10.2013 insgesamt 32.292 behinderte Menschen (bM) in 78 anerkannten Werkstätten und der an WfbM angeschlossenen Förderbereichen beschäftigt, gefördert und betreut, davon:

im Eingangsverfahren (EV) / Berufsbildungsbereich (BBB):
 3.881
im Arbeitsbereich (AB):
 26.975
in Gruppen, die der Werkstatt angegliedert sind (FB):  1.450
(gem. § 136 Abs 3 SGB IX).

Die Anzahl der behinderten Menschen in den WfbM in Niedersachsen steigt damit zum Vorjahr 2012 insgesamt um 0,7 % an, dies liegt unterhalb der Prognose der BAGüS von 1,9%. Die Eintritte im Berufsbildungsbereich sind weiterhin rückläufig.

Im BBB sinkt die Belegungim Vergleich zu 2012 um 2,5 %. Im Arbeitsbereich ist ein Zugang von 1,2 % Beschäftigte zu verzeichnen.

Befristet ausgelagerte Arbeitsplätze zum Zwecke der Vorbereitung des Übergangs auf den allgemeinen Arbeitsmarkt nach § 136 Abs. 1 Satz 6 SGB IX (1.Variante) i.V.m. § 5 Abs 4 WVO

Nach der Einführung des Fachkonzeptes für Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) im Juni 2010 (HEGA 06/2010) wurde bereits 2011 im Vergleich zu 2010 eine Steigerung der befristetenIntegrationen aus dem BBB um 80,5% (von 231 auf 417) verzeichnet.

2012 wurde eine Steigerung im Vergleich zu 2011 um 17,3% (489) erreicht. 2013 stagniert es etwas (498) - im Vergleich zu 2012 sind es noch 1,8%. Bezogen auf 2010 jedoch stiegen die befristeten Integrationen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt um 115,6 % an.

Auch im Arbeitsbereich ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Im Vergleich zu 2010 (563) wurden 2013813 und damit 44,4% Beschäftigte mehr befristet auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erprobt.

Anzahl der dauerhaften Übergänge behinderter Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt

Das sind Übergänge, die z.B. im Anschluss an eine befristete Maßnahme zum Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt ein Arbeitsverhältnis mit einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes (einschließlich Integrationsbetrieb) begründen und damit aus der WfbM ausscheiden.

Die Anzahl der dauerhaften Integrationen ist insgesamt in den vergangen Jahren leicht, aber kontinuierlich gestiegen. 2013 gibt es im Vergleich zu 2012 einen leichten Einbruch im BBB von 24 auf 16. Im Arbeitsbereich wurde die Vorjahreszahl fast wieder erreicht (von 38 auf 37).

Beschäftigung einzelner behinderter Menschen als weitergehende Maßnahme (ausgelagerter Arbeitsplatz)

Anders als bei zielgerichteten befristeten Maßnahmen zum Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt handelt es sich bei dieser Beschäftigungsform primär nicht um eine Maßnahme im Sinne von § 5 Abs. 4 WVO, sondern um eine besondere Ausgestaltung der in § 136 Abs. 1 Satz 6 (2. Variante) SGB IX i.V.m. § 5 Abs. 1 WVO enthaltenen fachlichen Anforderung an die Werkstatt, über ein möglichst breites Angebot an Arbeitsplätzen zu verfügen.

Mit der Änderung des SGB IX zum 30.12.2008 wurde in § 136 Abs. 5 SGB IX die besondere Forderung an die Werkstattträger formuliert, ausgelagerte Arbeitsplätze in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes vorzuhalten. Seitdem ist die Anzahl der Beschäftigten und der Teilnehmer im BBB, die auf einem solchen Arbeitsplatz beschäftigt werden, deutlich gestiegen. Insgesamt seit 2010 von 452 auf 836 in 2013 und damit um 85% im Arbeitsbereich und um 93% im BBB von 41 auf 79.

Beschäftigte in Außenarbeitsgruppen mit Gruppenleiter in Betrieben außerhalb der WfbM

Die Außenarbeitsgruppe übt ihre Beschäftigung für die Dauer der auftragsbezogenen Arbeitserledigung innerhalb der Betriebsorganisation eines externen Auftraggebers als in sich geschlossene Gruppe aus.

Die Anzahl der behinderten Menschen, die in Außenarbeitsgruppen der WfbM eingesetzt werden, steigt kontinuierlich an (von 452 auf 836 in den Jahren 2010 – 2013 im Arbeitsbereich). Lediglich im BBB sind die Zahlen leicht rückläufig (von 84 in 2012 auf 79 in 2013).

Die gesamte Integrations-Statistik für Niedersachsen wie auch für Bremen finden Sie hier.

Anlagen:

Eine Erklärung der Begriffe befristete und dauerhaft Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, sowie dauerhaft ausgelagerte Arbeitsplätze und Außenarbeitsgruppen finden Sie nachfolgend:

Anlage 1: Erläuterungen

Weiterhin erhalten Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse in Niedersachsen- Bremen sowie Übersichten der Ergebnisse der beiden Bundesländer im Vergleich zu 2011 und 2012:

Anlage 2a: Integration NSB 2013

Anlage 2b: Integration NI 2013

Anlage 2c: Integration HB 2013

sowie eine Aufstellung sämtlicher Maßnahmen seit 1999, soweit diese erfasst wurden:

Anlage 3a: Zusammenfassung IS NSB

Anlage 3b: Zusammenfassung IS NI

Anlage 3c: Zusammenfassung IS HB

und eine Übersicht über die Entwicklung der Zugangszahlen zu den Werkstätten:

Anlage 4: Belegungsentwicklung NSB


9. Juli 2014 // Politik