19Nov

Neuer geschäftsführender Vorstand LAG:WfbM Niedersachsen

Bei ihrer Landeskonferenz (Mitgliederversammlung) 2015 hat die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (LAG:WfbM) Niedersachsen einen neuen geschäftsführenden Vorstand gewählt. Eine Neuwahl des Vorsitzenden war notwendig geworden, da Detlef Springmann sich nach 12-jährigem engagiertem Einsatz als LAG:WfbM-Vorsitzender nicht mehr zur Wahl zur Verfügung stellte. Zum neuen Vorsitzenden der LAG:WfbM Niedersachsen wurde Prof. Burghardt Zirpins (Geschäftsführer der Ostfriesischen Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH in Emden) gewählt, zu seinen beiden Stellvertretern Holger Knoop (Geschäftsführer des CVJM – Sozialwerkes Wesermarsch in Nordenham) und Michael Korden (Geschäftsführer des St.-Vitus-Werkes in Meppen). Der Vorsitzende und seine beiden Stellvertreter bilden zukünftig zusammen den geschäftsführenden Vorstand der LAG:WfbM Niedersachsen.

Zu Beginn der Landeskonferenz 2015 konnte Detlef Springmann zahlreiche Ehrengäste begrüßen, insbesondere Dirk Schröder (neuer Abteilungsleiter Soziales und Pflege im Niedersächsischen Sozialministerium), Sylvia Bruns (Sozialpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion) und Dr. Christoph Künkel (Vorsitzender der LAG Freie Wohlfahrtspflege Niedersachsen).

Vera Neugebauer informierte in ihrem Bericht als stellvertretende Vorsitzende der BAG:WfbM unter anderem über die Preistransparenz-Initiative der Bundesagentur für Arbeit sowie über die vorgesehene Satzungsänderung der BAG:WfbM, über den aktuellen Diskussionsstand zum Bundesteilhabegesetz sowie eine vorgesehene Änderung der Werkstätten-Mitwirkungs-Verordnung (WMVO).

Das Manuskript des Berichtes von Vera Neugebauer finden Sie hier.

Dirk Kontny berichtete als stellvertretender Vorsitzender der LAG:Werkstatträte (LAG:WR) Niedersachsen aus der Arbeit der LAG:WR unter anderem zum Thema Finanzierung der LAG:WR-Arbeit, der Satzungsänderung sowie der Assistenz für die LAG:WR.

Nähere Informationen aus dem Bericht von Dirk Kontny können Sie seinem Manuskript hier entnehmen.

Einen wichtigen Part im fachlichen Teil der Landeskonferenz nahm die Vorstellung der LAG:WfbM-Qualitätsinitiative „Benchmarking Teilhabe am Arbeitsleben“ ein. Die LAG:WfbM Niedersachsen istdie erste Landesarbeitsgemeinschaft, die ein Benchmarking der Reha-Prozesse in WfbM landesweit einführt. Bisher haben 35 WfbM-Träger ihr Interesse an dem Benchmarking bekundet, damit wären knapp 70 % der WfbM-Plätze in Niedersachsen erfasst. Weitere Informationen zur Qualitätsinitiative können Sie demnächst einem eigenen Bericht an dieser Stelle entnehmen.

Sozialministerin Cornelia Rundt begrüßte in ihrem Redebeitrag ausdrücklich diese Qualitäts-Initiative der LAG:WfbM und hob den Wert wie auch die Bedeutung eines Benchmarkings hervor. Sie ermunterte und rief die Werkstätten in Niedersachsen auf, sich an diesem Benchmarking zu beteiligen und sagte hierfür auch die ideelle Unterstützung des Landes zu.

In ihren weiteren Aussagen ging Sozialministerin Rundt auf das landeseigene Arbeitsmarktprogramm „Job 4000“ sowie das zweite landeseigene Arbeitsmarktprogramm ein. Das Bundesprogramm „Initiative Inklusion“, das Budget für Arbeit, sowie Integrationsprojekte waren weitere Themen. Weiterhin versicherte die Sozialministerin, dass es „trotz der schwierigen Haushaltslage nicht dazu kommen werde, dass das Land in der Eingliederungshilfe spare. Wie vereinbart, wird es auch in den kommenden Jahren Anpassungen der Einrichtungsvergütungen nach dem Vorgabewert-System geben. Nullrunden kommen für das Sozialministerium nicht in Frage“, so die Sozialministerin. Zur Umsatzsteuer-Problematik WfbM verwies sie auf die Aktivitäten und die Unterstützung des Landes. Ausführlich ging sie auf das Thema Inklusion und Aktionsplan des Landes sowie auf das Bundesteilhabegesetz ein.

Am Ende ihres Beitrags auf der Landeskonferenz würdigte die Sozialministerin das langjährige, vorbildliche und erfolgreiche Engagement von Detlef Springmann als LAG:WfbM-Vorsitzender auf Landes- wie auch auf Bundesebene und dankte ihm für die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen ganz herzlich.

Den Redebeitrag der Sozialministerin können Sie als Manuskript hier nachlesen.

Im Bericht des LAG:WfbM-Vorstandes 2014/2015 bedankte sich Detlef Springmann bei den im Laufe des Jahres ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Wilhelm Bellmer (Rotenburger Werke der Inneren Mission in Rotenburg), Heiner Böckmann (Heilpädagogische Hilfe Osnabrück gemeinnützige GmbH) und Wilfried Hautop (Vorsitzender der LAG:WfbM Bremen) für deren tatkräftige und kollegiale Unterstützung im LAG:WfbM-Vorstand. Als neue Vorstandsmitglieder begrüßte er Dr. Clemens Kasper (Lebenshilfe Celle), Nico Lauerwald (Pestalozzi-Stiftung in Burgwedel) und Heiko Reppich (neuer Vorsitzender der LAG:WfbM Bremen). Wichtige Themen des Vorstandsberichtes waren darüber hinaus die Umsatzsteuer-Problematik WfbM, das Thema Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, die zahlreichen Gespräche mit Politik, Verwaltung und Verbänden sowie das LAG:WfbM-Projekt Qualifizierungsbausteine.

Die Themen und Inhalte des gesamten Vorstandsberichtes können Sie in der PowerPoint-Präsentation hier nachlesen.

Nach der Wahl des neuen geschäftsführenden LAG:WfbM-Vorstandes hob Burghardt Zirpins als neuer Vorsitzender die besonderen Verdienste und das herausragende Engagement von Detlef Springmann als Vorsitzender in den letzten 12 Jahren hervor und bedankte sich bei ihm im Namen der LAG:WfbM Niedersachsen ganz herzlich.

Im Rahmen der Landeskonferenz wurde den Mitgliedern auch das neue Logo der LAG:WfbM Niedersachsen vorgestellt. Das neue Logo ist angeglichen an das Logo der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG:WfbM), BAG:WfbM und die LAG:WfbM in den Bundesländern präsentieren sich damit unter einem einheitlichen Erscheinungsbild als Wiedererkennungsmerkmal. Im Zuge der Einführung des neuen Logos wird die LAG:WfbM Niedersachsen auch ihren Internetauftritt entsprechend überarbeiten.

LAG WfbM

LAG WfbM Niedersachsen

Landeskonferenz 2015

Neuer LAG WfbM-Vorstand

Neues Logo
19. November 2015 // Politik