25Apr

Die Initiative Inklusiver Betrieb wächst erfolgreich weiter

Inklusion soll für Menschen mit Behinderung auch im Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mehr und mehr Realität werden. Im Jahr 2014 wurde daher auf Initiative des St.Vitus-Werkes in Meppen und des Landkreises Emsland das Projekt Initiative „Inklusiver Betrieb“ gestartet. Emsländische Firmen erklären sich über einen Kooperationsvertrag bereit, Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung zur Verfügung zu stellen.

Der Kreis der Betriebe, die sich dem Gedanken der Inklusion verschreiben, wächst dabei stetig. Jetzt erhielten 72 weitere Unternehmen aus dem Emsland die Auszeichnung „Inklusiver Betrieb – Partner für Teilhabe am Arbeitsleben“. Damit haben sich inzwischen insgesamt mehr als 150 Betriebe und Einrichtungen der Region der Kooperation angeschlossen.

Und das soll noch lange nicht das Ende sein. Denn schließlich gebe es im Emsland rund 10 000 große und kleine Unternehmen, zeigte Landrat Reinhard Winter das Potenzial auf. Die Kooperation wird neben den beteiligten Betrieben getragen vom Landkreis Emsland, vom Christophorus-Werk in Lingen, dem St.­Vitus-Werk in Meppen, dem St. ­Lukas-­Heim in Papenburg, dem Sozialen Ökohof, den Kreishandwerkerschaften Emsland Mitte-­Süd und Aschendorf­-Hümmling sowie dem Wirtschaftsverband Emsland. Die Kooperation soll Türen in Aus-­ und Weiterbildung öffnen, die Menschen mit Behinderung sonst häufig verschlossen bleiben.

Dieses Ansinnen sei schwer genug umzusetzen und benötige einen langen Atem, betonte Landrat Winter und gab zugleich die Devise aus: „Wir wollen da Dampf reinbringen.“ Ziel der Initiative sei es, den Arbeitsmarkt stärker für Menschen mit Behinderung zu öffnen, sodass auch im Arbeitsleben Inklusion als selbstverständliche Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben Realität werden könne, so der Landrat.

Davon profitierten alle Beteiligten durch Chancen für beiden Seiten, so Winter weiter: „Am Ende sollen Menschen mit Behinderung dauerhaft beispielsweise im Rahmen eines ausgelagerten Werkstattarbeitsplatzes beschäftigt oder ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis übernommen werden können. Die Arbeitgeber wiederum erhalten einen zuverlässigen und motivierten Mitarbeiter.“

Der Landrat dankte allen Unternehmen, Einrichtungen, Diensten und Landwirten, die sich bereit erklärt haben, Menschen mit Behinderung zu qualifizieren und ihnen mittels Praktika und Arbeitserprobungen eine Chance zu geben und ihnen so die Tür zum ersten Arbeitsmarkt zu öffnen.

Den Kooperationsvertrag finden Sie hier.

Interessierte können sich an den Landkreis Emsland oder an eine der an der Initiative beteiligten Einrichtungen wenden: http://www.vitus.info/berufliche-qualifizierung-und-teilhabe-am-arbeitsleben/vermittlung-von-arbeitsplaetzen?JOB_NAME=DisplayPage

Hier einige weitere Informationen zum Thema: http://www.gemeinsam-vielfalt-leben.de/berufliche-bildung-und-arbeit/betriebskontakte-und-arbeitsmarkt
InklusiverBetrieb.jpg
25. April 2016 // Praxis und Konzepte, Politik