16Mai

Auswertungs-Workshop 2017 WfbM-Benchmarking

WfbM-Benchmarking Niedersachsen: Auswertungs-Workshop 2017

Mit großem Interesse nahmen 120 Geschäftsführer und Projektleiter der am WfbM-Benchmarking Niedersachsen beteiligten Werkstätten für behinderte Menschen am ersten zweitägigen Auswertungswortshop Anfang Mai 2017 in Hannover teil. Initiiert wurde das WfbM-Benchmarking in Niedersachsen von der LAG:WfbM als Qualitäts-Initiative mit dem Ziel der Förderung und Weiterentwicklung der Qualität der Werkstatt-Arbeit durch einheitliche Qualitätsmessungen auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten. Inhaltlich konzipiert und durchgeführt wird das Benchmarking vom Institut für Technologie und Arbeit (ITA) der Universität Kaiserslautern.

Das WfbM-Benchmarking Niedersachsen ist das erste landesweite Benchmarking von Werkstätten, in 2016 nahmen daran insgesamt 33 Werkstätten aus Niedersachsen und Bremen teil, in 2017 sind es sogar 40 Werkstätten.

Nach einem ersten Überblick über die vorliegende Benchmarking-Auswertung am Vormittag des ersten Workshop-Tages wurden im weiteren Verlauf des Auswertungs-Workshops zu insgesamt 8 Themen zahlreiche und interessante Best-Practice-Präsentationen von verschiedenen WfbM in Arbeitsgruppen vorgestellt und diskutiert. Neben dem Einblick, wie diese Werkstätten ihr gutes Themen-Ergebnis in der alltäglichen Praxis zielgerichtet erreicht haben, bieten die Präsentationen auch eine erste Grundlage zur Bildung von interessensgeleiteten Lern-Partnerschaften zwischen den WfbM.

Ein interessanter Impulsvortag von Dr. Harald Weber (ITA) zum Thema Digitale Medien in der beruflichen Bildung und Qualifizierung nahm Bezug auf aktuelle und auch für WfbM wichtige Entwicklungen und bereicherte das Workshop-Programm. Zum Thema „Inklusion durch digitale Medien in der beruflichen Bildung“ hat das Bundesarbeitsministerium auch eine Förder-Richtlinie herausgegeben, über die die LAG:WfbM bereits ihre Mitglieder informiert hat.

Mit einer ersten Ergebniszusammenfassung zur Frage, wo stehen die WfbM in Niedersachsen, ersten Erfahrungseindrücken und Veränderungsbedarfen zum WfbM-Benchmarking und der Absprache weiterer Schritte endete der Auswertungsworkshop.

Am Ende immer wieder betont wurde die positive und vor allen Dinge offene Atmosphäre, in der beim Workshop Ergebnisse und Wege vorgestellt und gemeinsam diskutiert wurden. Diese Erfahrungen des gemeinsamen partnerschaftlichen Arbeitens sind eine gute Ausgangsbasis, um sich miteinander auf den Weg der inhaltlichen Weiterentwicklung der Werkstatt-Arbeit zu machen.

Neben den einrichtungsinternen Auswertungen und Bewertungen der Benchmarking-Ergebnisse wird es zur Unterstützung des weiteren Lern- und Entwicklungsprozesses in jeder WfbM jetzt darauf ankommen, möglichst bald den nächsten großen Nutzen des Benchmarkings einzusetzen, nämlich Lernpartnerschaften für das Lernen von den Besten zwischen interessierten WfbM zu gründen und umzusetzen.

Daneben wird das Benchmarking in nächster Zeit regelmäßiges Thema in den Regionalen Arbeitsgemeinschaften (RAG:WfbM) sein. Die Erfahrungen und Rückmeldungen von dort sollen bis möglichst Mitte Juli 2017 in der LAG:WfbM-Geschäftsstelle gesammelt und ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage wird dann Mitte August 2017 die Benchmarking-Begleitgruppe der LAG:WfbM in einem Arbeitstreffen mit ITA über die Weiterentwicklung des WfbM-Benchmarkings beraten.

In der Zwischenzeit wird für die allgemeine und politische Öffentlichkeitsarbeit der LAG:WfbM eine anonymisierte landesweite Zusammenfassung der Benchmarking-Ergebnisse erstellt.

Am Ende des Auswertungs-Workshops war es unter den Teilnehmern immer wieder zu hören: wer beim WfbM-Benchmarking nicht beteiligt ist, verpasst wirklich wichtige Entwicklungs-Möglichkeiten für die Werkstatt.

16. Mai 2017 // News, Praxis und Konzepte, Politik, Werkstatträte