13Nov

Projekt STABIL entwickelt interaktives digitales Assistenzsystem zur Beruflichen Bildung

Projekt STABIL entwickelt interaktives digitales Assistenzsystem zur Beruflichen Bildung

Projekt der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg

Ende August 2018 startete mit einer offiziellen Auftaktveranstaltung und etwa 130 Gästen das Projekt STABIL (Selbstbestimmung und Teilhabe für alle in Berufswahl und Berufsbildung). Für das Projekt haben sich die Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg e.V. mit der Universität Oldenburg (dem Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik und dem Institut für ökonomische Bildung) und zwei IT Firmen zusammengeschlossen, um im Bereich Inklusion und Bildung neue Möglichkeiten zur beruflichen Integration zu entwickeln. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

An der Auftakt-Veranstaltung nahmen Vertreter aus Gesellschaft und Politik teil, u.a. Björn Thümler (Niedersächsischer Minister für Wirtschaft und Kultur), der Präsident der Universität Oldenburg, Dr. Hans-Michael Piper, so wie der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven, Kristjan Messing. Alle befürworteten das Projekt, das von Prof. Dr. Andrea Erdelyi (Institut für Sonder- und Rehabilitations-pädagogik der Universität Oldenburg) und Prof. Dr. Rudolf Schröder (Institut für ökonomische Bildung) vorgestellt wurde.

Im Projekt STABIL wird ein digitales Assistenzsystem entwickelt, das es Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und eingeschränkter Lautsprache ermöglichen soll, in Selbsteinschätzung eigene Fähigkeiten mit den jeweiligen Berufswünschen abzugleichen und passende Berufe finden zu können. Mittels bildgestützter Kommunikation als Applikation für mobile Endgeräte (Smartphone, Tablet) können berufliche Interessen reflektiert werden. Dabei wird mit Bildkarten gearbeitet, die entsprechend der eigenen Einschätzung in Felder (wie zum Beispiel „Finde ich gut“, „Finde ich nicht gut“) zugeordnet werden können. Dadurch sollen Menschen mit geistiger Beeinträchtigung einen leichteren Zugang zu Ausbildungsgängen und Berufen des allgemeinen Arbeitsmarktes finden. Durch die Verbildlichung von Lerninhalten wird es auch für die Betriebe einfacher. Hilfen am Arbeitsplatz können besser gestaltet werden und die Ausbilder haben die Möglichkeit, gezielter zu unterstützen.

Über dieses Vorhaben und die Möglichkeiten in der Praxis redeten auf dem Podium der Bundestagsabgeordnete Stephan Albani (CDU), Simone Heckmann (Ausbildungsberaterin /Fachberaterin Inklusion bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen), Prof. Dr. Rudolf Schröder (Institut für ökonomische Bildung) und Gerhard Wessels (Vorstand Gemeinnützige Werkstätten Oldenburg e.V.).

Wichtig ist den MitarbeiterInnen des Projektes STABIL, dass Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und eingeschränktem Sprachvermögen überhaupt gefragt werden können, welche Berufswünsche sie haben und ihnen so der Zugang zum Arbeitsleben erleichtert wird. Damit kann eine Hürde zum allgemeinen Arbeitsmarkt abgebaut und ein Beitrag zur Selbstbestimmung und beruflichen Teilhabe geleistet werden.

Den Informations-Flyer zum Projekt STABIL finden Sie hier.

13. November 2018 // News, Praxis und Konzepte